Aktuelles


Aktuelle Berichte – Hospizkreis Menden e.V.

 


Manuela Gäbler (rechts im Bild) bedankt sich bei Andrea Schmidt
Foto: Ilona Düppe
Weg in die Stille (11.05.19)

Andrea Schmidt, Mitglied des Hospizkreises und Kontemplationslehrerin der Linie Willigis Jäger, führte beim offenen Montagstreff des Hospizkreises Menden die zahlreich erschienenen Interessierten in das Thema „Stille“ ein.
Kontemplation ist ein spiritueller Vertiefungsweg, der u.a. durch den Benediktiner und Zenmeister Willigis Jäger wiederbelebt und gelehrt wird.

Andrea Schmidt lud die Anwesenden dazu ein, sich auf das Experiment „Stille“ einzulassen, sie zu erfahren. Das Anwenden von Gebärden war ein 1. Schritt, sich auf sich selbst zu besinnen. Weitere Elemente waren Gehmeditation und das Sitzen in der Stille.
Durch geführte Stille-Meditation, angereichert mit unterschiedlichen Impulsen, konnte Stille erlebbar werden.
Nach gut 80 Minuten der Meditation waren die Teilnehmer dankbar für die gewonnenen Einsichten in Bezug auf Gefühle, Körper- und Sinneswahrnehmungen. Eine Teilnehmerin berichtete, dass die Gleichzeitigkeit von Stille und lärmenden Geräuschen spürbar wurde. Andere berichteten von Heiterkeit und Frieden, wieder andere waren erstaunt darüber, wie schnell die Zeit „in der Stille“ vergangen war.

 


Matthias Kortwittenborg: Herausforderung Demenz
Foto: Ilona Düppe
Herausforderung Demenz (05.04.19)

Beim offenen Montagstreff begrüßte der Hospizkreis Menden den Dipl.-Sozialarbeiter Matthias Kortwittenborg, der im Demenz-Servicezentrum NRW für den Märkischen Kreis zuständig ist.

Matthias Kortwittenborg begann seinen Vortrag mit einigen statistischen Zahlen, um die Bedeutung der Demenzerkrankung in unserer Gesellschaft zu veranschaulichen.
In Deutschland gibt es gegenwärtig 1,6 Mill. an Demenz erkrankte Menschen, deren Zahl in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird.
Demenz ist ein Oberbegriff von rund 50 Krankheiten, von denen die bekannteste und zu 55 % am meisten verbreitete Form die Alzheimer-Erkrankung ist. Sie ist benannt nach dem deutschen Arzt und Neurologen Alois Alzheimer, der seine Tätigkeit der Erforschung dieser Erkrankung (besonders am Fall Auguste Deter, die bereits mit 51 Jahren an geistiger Verwirrtheit litt) widmete.

Das Risiko, demenziell zu erkranken, steigt mit dem Lebensalter: 70 % der Betroffenen sind im höheren Lebensalter, 30 % sind über 90-Jährige, aber auch durch immer mehr Single-Haushalte und soziale Einsamkeit.
Bei Alzheimer werden die Symptome durch einen fortschreitenden Verlust der Nervenzellen hervorgerufen, dadurch nimmt das Gehirn ab, es schrumpft, die sog. Atrophie.
Bei Alzheimer-Patienten lässt die zeitliche, örtliche, situative und auch auf Personen bezogene Orientierung nach. Häufig geht das Hungergefühl zurück, der Tag-/Nacht-Rhythmus ist gestört. Es herrscht ein unkontrollierter Bewegungsdrang. Der Patient entwickelt Ängste und erfährt Sinnestäuschungen. Matthias Kortwittenborg weist jedoch darauf hin, dass es nicht „die Demenz“ gibt, sondern dass jeder Krankheitsverlauf anders ist.
Bei Demenz handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar ist, die aber heutzutage durch z.B. Demenzsprechstunden, CT-, MRT-Untersuchungen früher diagnostiziert werden kann.
Ziel muss es sein, dem Kranken ein zufriedenes Leben zu ermöglichen und durch Zuwendung, Zeit, Zärtlichkeit den Zugang zum Patienten zu finden.
Da aber 70 % immer noch von Angehörigen gepflegt werden, ist es ebenso wichtig, dass die betreuenden Personen nicht ständig an ihre Grenzen stoßen, sondern Unterstützungsangebote im Alltag, wie Kurzzeit-, Verhinderungs- oder Tagespflege nach dem Pflegestärkungsgesetz II annehmen. Erleichtert wird dies dadurch, dass das PSG II seit 2017 Menschen mit Demenz Ansprüche auf Leistungen der Pflegeversicherung gewährt.

Nach dem informativen Vortrag kam vom interessierten Publikum u.a. die Frage, ob man der Demenz vorbeugen kann. Matthias Kortwittenborg erklärte, dass mediterrane Kost, eine fettreduzierte Ernährung und viel Bewegung auf jeden Fall hilfreich seien.

 

Mitgliederversammlung des Hosizkreises Menden (22.03.19)

In der Mitgliederversammlung 2019 des Hospizkreises Menden bestimmten neben dem regulären Versammlungsablauf die Aktivitäten des Vereinsjahres März 2018/2019 den Abend, da die Vorstandswahlen erst wieder in 2020 durchgeführt werden.
Es konnten 6 neue Mitglieder gewonnen werden, sodass der Verein nun 105 Mitglieder zählt. Davon sind 20 ehrenamtlich aktiv.
12 Personen zwischen 29 und 94 Jahren wurden im vergangenen Jahr begleitet. Die Begleitungen fanden zu Hause, im Krankenhaus oder im Altersheim statt.
Am Hospiztelefon gingen 89 Anrufe ein, bei denen Fragen zur Sterbebegleitung und zu Bestattungen durch das Ordnungsamt beantwortet wurden. Manchen Angehörigen reicht ein Erstgespräch aus, um allein die letzte Lebensphase des Kranken zu bewältigen.
Der Trauertreff, der immer am letzten Samstag eines Monats im St. Vincenz-Altenheim stattfindet, wurde von 26 Frauen und 5 Männern besucht. 3 Personen wählten die Möglichkeit eines Einzelgesprächs.
In der Kapelle des Friedhofs Am Limburg wurden in 18 Abschiedsfeiern 4 Frauen und 14 Männer im Alter von 47 bis 96 Jahren verabschiedet. Der Hospizkreis richtet diese Feiern mit kirchlicher Begleitung für ansonsten anonym zu bestattende Menschen ohne bestattungspflichtige Angehörige am 2. Donnerstag jeden Monats aus.
Die Traueranzeigen wurden und werden weiterhin kostenlos von der Westfalenpost veröffentlicht.
Ab Anfang Mai ist der Hospizkreis wieder mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt vertreten. 9 Mitglieder haben sich im vergangenen Jahr 14-tägig jeweils freitags von 10 bis 12 Uhr dort engagiert.
Einmal wöchentlich wird die Palliativstation der Paracelsus Klinik Hemer besucht. Bei 39 Besuchen in insgesamt 68 Stunden wurde Patienten und deren Angehörigen ein Gespräch angeboten und mögliche Unterstützung aufgezeigt.
Aktive Mitglieder wurden von 4 verschiedenen Schulen in Menden und Iserlohn zu Info-Veranstaltungen angefragt.
Zusätzlich zu den monatlichen öffentlichen Montagstreffs fanden im Vereinsjahr 4 Vorstands- und 6 Supervisionssitzungen statt.
Das geplante, aber aus Krankheitsgründen ausgefallene Kommunikationsseminar wird im September 2019 nachgeholt. Im selben Monat ist eine Weiterbildung zum Thema „Stille und Selbst-Fürsorge“ geplant.
Ein neuer Sterbebegleiterkurs wird aus heutiger Sicht in 2020 wieder angeboten.
Beendet wurde das Jahr 2018 mit der Jahres-Trauerfeier im November und der Adventsfeier im Dezember.
Der Kassiererin wurde auf der Mitgliederversammlung eine einwandfreie Kassenführung bestätigt. Die Versammlung erteilte ihr und dem Vorstand Entlastung.

 

Zweiter öffentlicher Montagstreff im neuen Jahr (17.02.19)

Eine erste wichtige Tätigkeit ist der Telefondienst. Dort werden verschiedene Hilfen angefragt. Ein weites Feld nimmt davon die Sterbebegleitung ein. Zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen leisten im Wechsel den Telefondienst. Falls die Anfrage über den Anrufbeantworter läuft ist der Rückruf am selben Tag garantiert. Jedoch nicht nur Begleitungswünsche sind Gründe für einen Anruf. Für manchen Anrufer reichen Informationen über mögliche Hilfen im Sterbefall aus und die Familie bewältigt die Begleitung des Sterbenden allein.
Die Anfragen am Hospiztelefon sind vielfältig. Es geht um Trauerfeiern für Verstorbene ohne bestattungspflichtige Angehörige, die der Hospizkreis seit 2005 organisiert, um Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, um Vorträge in Schulen und Gruppen.
Krankenhaus und Palliativmedizinischer Dienst fragen an ob nach der Entlassung des Patienten sowie als zusätzliche Betreuung hospizliche Begleitung möglich ist. Bei auswärtigen Anrufen kann an andere Hospizdienste vor Ort vermittelt werden. Außerdem werden auch Trauereinzelgespräche angefragt.Verzweifelte und sich überfordert fühlende Menschen erwarten das Zuhören von den Ehrenamtlichen am Telefon. Und meistens können sie weiterhelfen.
Die Hospiztelefonnummer (02373/1754953) erfahren sehr viele Anrufer aus der Tageszeitung oder über die home-page des Hospizkreises (www.hospizkreis-menden.de).



Wie gestaltet sich der Weg vom Anruf bis zur Sterbebegleitung? Der Wunsch nach Begleitung wird an die Kollegin weitergegeben, die die Sterbebegleitungen koordiniert. Diese und eine weitere Mitarbeiterin besuchen den Patienten und seine Familie zum Erstgespräch um die Situation zu realisieren, die Wünsche der Betroffenen kennen zu lernen und abzusprechen was von Seiten der Hospizmitarbeiter zu leisten möglich ist. Danach wird eine zu Patient und seinen Angehörigen möglichst passende Sterbebegleiterin oder ein Sterbebegleiter ausgesucht und dieser Familie vorgestellt. Mit Beginn der Begleitung ist es deren Aufgabe Absprachen mit dem Kranken und seinen Angehörigen in eigener Verantwortung zu treffen. Wichtig ist für die Ehrenamtlichen auf sich zu achten und sich nicht zu überfordern. Deshalb muss laut Vereinbarung des Hospizkreises nach dem Tod des Patienten eine dreimonatige Pause eingelegt werden bevor die nächste Begleitung begonnen werden darf. Um Fragen und Probleme während einer Begleitung ansprechen zu können gibt es die sog. Tutoren. Das sind Ehrenamtliche mit langjähriger Erfahrung im Hospizbereich, die man jederzeit kontaktieren kann. Außerdem besteht ein verpflichtendes Supervisionsangebot. Bei dieser regelmäßigen Zusammenkunft aller Aktiven ist ebenfalls die Möglichkeit gegeben sich auszutauschen und Schwierigkeiten zu besprechen. Dies findet statt mit Hilfe einer Fachkraft, die nicht aus dem Hospizbereich kommt sondern von außen auf die Problematik schaut, eine sog. Supervisorin. Alle Hospizaktiven haben Schweigepflicht.
Bei den Sterbebegleitungen fällt besonders auf, dass viele sterbenskranke Menschen ihren letzten Atemzug machen wenn Angehörige das Zimmer verlassen haben. Demente Menschen verlieren zwar das Kurzzeitgedächtnis, Gefühle und Langzeitgedächtnis bleiben jedoch erhalten. Auch das Hören funktioniert bis zum Schluss. Deshalb finden Geschichten aus der Kinder- und Jugendzeit dieser Menschen sowie ihre Lieblingsmusik meist großes Interesse. Als angenehm wird oft auch Körperkontakt in Form von Streicheln der Hände und Arme empfunden. Das Vertrauen, das die Angehörigen den Ehrenamtlichen entgegenbringen, wird von diesen als großes Geschenk empfunden.

Als weiteres Angebot bietet der Hospizkreis seit April 2013 jeden letzten Samstag im Monat einen Trauertreff an. Er nennt sich: „Lichtblick – Zeit für Trauernde“. Einzeltrauergespräche sind ebenfalls möglich.
Für die Ausführung weiterer Aufgabenfelder blieb an diesem Abend keine Zeit.
Das Ziel des Hospizkreises war es seine Arbeit öffentlich zu machen. Das Interesse der Öffentlichkeit war an diesem Abend sehr gering

 

Vorsorge ist Fürsorge (13.01.19)

Beim offenen Montagstreff des Hospizkreises Menden am 07.01.2019 stellte Eva-Maria Schulze , die Mitglied des Hospizkreises ist, die Notfalldose und den von ihr selbst verfassten Notfall-Ordner vor.
Die Notfalldose enthält ein Notfall-Infoblatt über Gesundheitszustand, Vorerkrankungen, Medikamente, Kontaktpersonen und andere Einzelheiten und zwei Aufkleber.
Das Notfall-Infoblatt sollte nach bestem Wissen ausgefüllt und in der Dose gut sichtbar in die Kühlschrank-Tür gestellt werden. Sowohl ein Aufkleber auf der Innenseite der Eingangstür als auch einer außen am Kühlschrank weisen dem Notarzt/den Rettern den Weg zu den wichtigen Informationen und ermöglichen ihnen, noch schneller und besser auf die Notfallsituation zu reagieren.
Jede im Haushalt lebende Person sollte ein eigenes Notfall-Infoblatt ausfüllen.
Die Notfalldose eignet sich auch gut für das Handschuhfach im Auto und für Personen, die mit dem Rollator unterwegs sind. Sie kann besonders wichtig sein für Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die alleine leben. Die Dosen können kostenlos beim DRK-Ortsverein Menden, beim Rotary Club Menden, in Apotheken und bei Frau Schulze erworben werden.

Der von Eva-Maria Schulze erstellte Notfall-Ordner enthält ein Register zu 10 Bereichen und ist somit umfangreicher und detaillierter aufgestellt.
Neben persönlichen und medizinischen Daten (wie u.a. dem Medikamentenplan) und dem Hinweis, wer in einem Notfall benachrichtigt werden soll, bietet er die Möglichkeit, z.B. Vollmachten und Verfügungen, Finanzen, Zusatzversicherungen wie eine Rücktransportversicherung abzuheften. Aber auch Wünsche für den Krankheitsfall und Vorstellungen bzgl. der Beerdigung können und sollen dort vermerkt werden.
Alles, was für die Angehörigen in einer Notfallsituation, die ja auch eine Stress-Situation darstellt, hilfreich ist und somit als Wegweiser dient, gehört in den Ordner.
Der sollte gut auffindbar, eventuell farblich markiert in der Wohnung platziert werden.
Der Ordner kann für 29 Euro bei Eva-Maria Schulze erworben werden, wobei je 5 Euro für „Mendener in Not“ gespendet werden.

 

Jahrestrauerfeier

Wie in jedem Jahr, so hat der Hospizkreis auch in diesem Jahr am ersten Montag im November eine Jahrestrauerfeier im Jochen-Klepper-Haus durchgeführt.
In dieser Feier gedachten in einem würdevollen Rahmen Mitglieder des Hospizkreises gemeinsam mit Angehörigen der Verstorbenen, die im laufenden Jahr begleitet wurden. Gleichzeitig wurde an die vom Ordnungsamt bestatteten Menschen erinnert, für die der Hospizkreis monatlich eine Trauerfeier durchführte.
„Sterbefasten“: bewusste Entscheidung für ein selbstbestimmtes Ende

Beitrag aus dem lokalkompass (Stadtspiegel)
"Verinnerungen" - einfühlsam und authentisch gespieltes Figurentheater

Beitrag aus dem lokalkompass (Stadtspiegel)
Ergreifende Momente beim Bürgerpreis

Bericht aus der Westfalenpost, am 12.01.16

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CDU ehrt Mendener Hospizkreis

Bericht aus dem Hellweger Anzeiger, am 11.01.16

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Neujahrsempfang: Union zeichnet Hospizkreis mit ihrem Bürgerpreis 2016 aus

Bericht aus der Westfalenpost, am 11.01.16

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