Der Hospizkreis Menden e.V

  • ist ein gemeinnütziger Verein (e.V.)
  • arbeitet ehrenamtlich
  • bietet regelmäßige Treffen und Fortbildungen an

Auch in Menden:
Hospiz - Eine Idee geht um die Welt!

Wir haben die begründete Hoffnung auf eine Wende. Diese wurde eingeleitet und vorangetrieben von zwei berühmten Ärztinnen: Elisabeth Kübler-Ross und Cicely Saunders. Durch ihre bahnbrechenden Forschungen ist es Frau Kübler-Ross (+ 24.08.04, 78J) gelungen, das Tabu des Todes zu brechen und vielen Menschen Mut zu machen. Cicely Saunders, die am 14. Juli 2005 im Alter von 87 Jahren gestorben ist, eröffnete 1967 in London ein Haus für sterbende Menschen, das “St. Christopher’s Hospiz“.

Mit der Namensgebung knüpfte sie an mittelalterliche Herbergen an, die Pilgern auf ihrer Reise Unterkunft, Rast, Pflege und Stärkung boten. In dieser Tradition sollte das Hospiz des 20. Jahrhunderts ein Ort sein, wo Menschen am Ende ihrer irdischen Pilgerreise das finden, was sie brauchen, um gestärkt ihren letzten Weg gehen zu können.

Aus dem 1. Hospiz neuer Art hat sich die weltweite Hospizbewegung entwickelt und man hat viel dazu gelernt. Dies führte auch zu einem Wandel des Hospizbegriffes: War Hospiz anfangs die Bezeichnung für ein Haus, so ist es in der heutigen Zeit vor allem ein Konzept, ein ganzheitliches Unterstützungskonzept für sterbende Menschen und ihre Angehörigen.

Da es ein wichtiges Anliegen der Hospizbewegung ist, dass Sterbende, wenn eben möglich, ihre letzte Lebenszeit zu Hause verbringen, sind in NRW bis heute ca. 275 (1997: 140) ambulante Hospizdienste entstanden. Als Rückendeckung für den ambulanten Bereich verfügen wir in NRW z. Zt. über 49 (1997: 20) stationäre Hospize sowie über 23 (1997: 10) Palliativstationen in Krankenhäusern.

Die Hospizbewegung will bestmöglich auf die wichtigsten Wünsche sterbender Menschen eingehen:

  • „Ich möchte nicht allein sterben“.
  • „Ich möchte in meiner gewohnten Umgebung sterben.“
  • „Ich möchte ohne Schmerzen sterben.“
  • „Ich möchte Dinge noch zu Ende bringen dürfen.“
  • „Ich möchte die Sinnfrage stellen dürfen.“

Das Konzept HOSPIZ setzt deshalb folgende fünf Schwerpunkte, die alle Hospiz-Initiativen anstreben:

  1. Der sterbende Mensch und seine Angehörigen stehen im Zentrum des Dienstes. Die Kontrolle über die Situation, auch der Ort des Sterbens, liegt ganz bei den Betroffenen.
  2. Ein Team aus Arzt, Pflegekräften, Begleiter und Seelsorger steht den Betroffenen zur Seite.
  3. Freiwillige Helfer, deren Ziel es ist, Sterbebegleitung wieder zu einem Teil alltäglicher Begegnung zu machen, stehen bereit.
  4. Gute Kenntnisse in der Schmerztherapie sind vorhanden. Selbst starke Schmerzen im Endstadium einer Krankheit können heute gut behandelt werden.
  5. Kontinuität in der Fürsorge bedeutet zum Einen, dass ein Hospizdienst stets erreichbar sein sollte, zum Anderen aber auch, dass die Begleitung einer Familie nicht mit dem Tod des Angehörigen endet.

Die Hospizbewegung ist eine klare, konsequente Alternative zu der immer lauter werdenden Forderung nach aktiver Sterbehilfe. Durch das Befassen mit dem Tod und der eigenen Endlichkeit wächst in jedem einzelnen die Ehrfurcht vor dem Leben. Wir empfinden Dankbarkeit und Achtung für dieses kostbare Geschenk. So wird das Befassen mit Tod und Sterben schließlich ein Befassen mit dem Leben.

Der Hospizkreis Menden hat 1995 die begleitende Tätigkeit begonnen und steht heute mit etwa 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bereit, um Menschen in ihrer letzten Lebensphase und ihre Angehörigen ambulant, also zu Hause, in den Krankenhäusern und Altenheimen zu begleiten.
Telefonischer Kontakt: 0 23 73 - 1 75 49 53.

Das vielfältige Beziehungsgeflecht mit haupt- und ehrenamtlichen Institutionen wie Krankenhäuser, Altenheime, stationäre Hospize in der Umgebung, mit Seelsorgern und kirchliche Gruppen, mit Ärzten und Pflegediensten wird vom Hospizkreis intensiv gepflegt und ausgebaut.

Jeden 1. Montag im Monat trifft sich der Kreis um 19:30 Uhr zum öffentlichen „Montagstreff“ ; im Jochen-Klepper-Haus auf der Platte Heide in Menden zu Gesprächen und Vorträgen um Sterben, Tod und Trauer.

Alle Interessenten sind dazu herzlich willkommen!

Eine Anfahrskizze zum Jochen-Klepper-Haus finden Sie hier als PDF-Dokument.

(M. Knäpper, W. v. Boeselager)

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