Der Vorstand des Hospizkreises

In der Mitgliederversammlung 2016 wurde der geschäftsführende Vorstand als Dreierteam für zwei Jahre wieder gewählt: Heidemarie Hassel, Uta Lahme und Ingrid Camatta (v. li. n. re.).

Ingrid Camatta

Cornelia Schrecke scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Neu in den Vorstand gewählt wurden Stefanie Brandt und Dorothee Martin. Wiederwahl für Christina Engel-Eisbach, Anni Grüne und Marion Luig.

Vorstand
Der gesamte Vorstand bis 2018 besteht nun aus: Uta Lahme, Anni Grüne, Heidemarie Hassel, Ingrid Camatta, Stefanie Brandt, Dorothee Martin, Marion Luig und Christina Engel-Eisbach. (v.li. nach re.)
(Foto: Hospizkreis Menden)

Zum Beirat gehören Doris Steinhof und Wilderich von Boeselager.

Rückblick

Der Hospizkreis hat insgesamt 101 Mitglieder, davon sind 20 Mitglieder ehrenamtlich tätig.
(Stand: März 2017)

Im Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres von März 2016 bis März 2017 fanden sechs Vorstandssitzungen statt. Sechsmal wurde den Sterbebegleitern Supervision angeboten.

Im vergangenen Vereinsjahr wurden 98 Beratungen am Hospiztelefon durchgeführt.

Nach 18 Erstgesprächen folgten 18 Begleitungen (14 Frauen und 4 Männer) in Wohnungen, in Altenheimen, im Krankenhaus. Die Begleitungsdauer bewegt sich zwischen einem Tag und mehreren Wochen. Die sterbenden Menschen waren zwischen 66 und 97 Jahre alt. Begleitungen in Altenheimen und zu Hause hielten sich in diesem Jahr die Waage.

Im Vereinsjahr 2016/17 gestaltete der Hospizkreis 16 Abschiedsfeiern für Verstorbene (12 Männer und 4 Frauen), die vom Ordnungsamt bestattet wurden. Seit dem Start in 2005 bis Ende 2016 sind insgesamt 170 Menschen durch den Hospizkreis mit einer würdevollen Trauerfeier verabschiedet worden. Seit Januar 2015 finden die Abschiedsfeiern, für die katholische und evangelische Geistliche im Wechsel zur Verfügung stehen, nicht mehr im Bestattungshaus Kämmerling sondern jeden zweiten Donnerstag im Monat in der Trauerhalle auf dem Limberg-Friedhof statt. Die Stadtverwaltung Menden erhebt dafür auch keine Gebühr. Außerdem werden die Todesanzeigen von der WP kostenlos veröffentlicht.

Acht öffentliche Montagstreffs mit Themen zu Sterben, Tod und Trauer gehörten auch zu den Aktivitäten des vergangenen Jahres.

Kirchliche und politische Gruppen sowie Schulen wollten mehr über den Hospizkreis und seine Aufgaben wissen und luden ehrenamtliche Mitarbeiter insgesamt achtmal zu Vorträgen ein.

Der Trauertreff „Lichtblick - Zeit für Trauernde“ besteht nun seit April 2013. 2016 haben 30 Frauen und 15 Männer den Treff im St. Vincenz-Altenheim besucht. 12 Einzelgespräche konnten den Trauernden zusätzlich Erleichterung verschaffen. Die Rückmeldungen der Gäste waren bisher sehr positiv.

Der Stand auf dem Wochenmarkt von Mai bis September 2016 fand auch in diesem Jahr gute Resonanz. Deshalb soll diese Aktion weitergeführt werden. Jeweils zwei Ehrenamtliche stellten sich an elf Vormittagen dafür zur Verfügung.
Eine oft gestellte Frage der Besucher lautet: Wer könnte mir beim Ausfüllen der Vorsorgepapiere (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht usw.) behilflich sein?
Der Hospizkreis bietet auch dafür seine Hilfe an. Viermal wurde er im vergangenen Jahr diesbezüglich angefragt.

Seit August 2011 organisiert der Hospizkreis einen sog. Kontaktdienst in der Palliativabteilung der Paracelsus-Klinik in Hemer, den 7 Hospizkreisaktive wahrnehmen. Einmal pro Woche besucht eine Ehrenamtliche oder ein Ehrenamtlicher die Patienten, die einen Besuch wünschen.
In 2016 wurden an 47 Besuchstagen in 91 Stunden 112 Patienten- und Angehörigengespräche geführt.
Auf Wunsch des Patienten besteht die Möglichkeit der Begleitung bei ihm zu Hause. Je nach Wohnort kann dieser Wunsch an den zuständigen Hospizkreis seines Ortes weitergeleitet werden.

Im Vereinsjahr 2016/17 wurde den aktiven Mitgliedern eine Fortbildung angeboten.
Das Netzwerk Hospiz MK Nord hat sich dreimal getroffen. Dazu gehören die Hospizkreise Hemer, Iserlohn und Menden, das ambulante Kinder- und Familienhospiz „Zeitgeschenk“ (Caritas Iserlohn), das stationäre Hospiz „Mutter Teresa“ in Letmathe und der Palliativmedizinische Konsiliardienst NIL (Netzwerk Iserlohn/Letmathe). Ziel der Zusammenarbeit ist gegenseitiger Austausch und das gemeinsame Vorbereiten größerer Projekte.

Der letzte „Einführungskurs in die Sterbebegleitung“ wurde am 15. März 2016 beendet (siehe unter Aktuelles).

Das Tutorensystem hat sich bewährt. Vier erfahrene „Hospizler“ führen die „Neuen“ in die Sterbebegleitung ein und stehen ihnen und den anderen Aktiven für Fragen zur Verfügung.

Jubiläumsjahr 2016: 20 Jahre Hospizkreis Menden e.V. Das musste gefeiert werden. Vier Veranstaltungen, über das ganze Jahr verteilt, fanden großes Interesse in der Öffentlichkeit. Neben humorvollen und ernsthaften Beiträgen im Programmablauf waren zwischen den Aktiven und den Gästen gute Gespräche möglich. So konnte in lockerer unverkrampfter Atmosphäre der Hospizgedanke weitergegeben werden. (siehe Aktuelles).


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