Hospizkreis Menden e.V.
Ehrenamtlicher Dienst für Menden und Fröndenberg

Was ist ein Hospiz? Der Begriff leitet sich vom lateinischen hospitium = Herberge ab. Im Mittelalter waren Hospize Unterkünfte für Pilger. Dort wurden ihre Wunden versorgt, dort konnten sie ausruhen.

Um 1900 richteten irische Ordensschwestern Hospize in Dublin und London für sterbende Menschen ein, die keine andere Betreuung hatten. In den 1960 er Jahren war Sterben und Tod ein großes Tabuthema geworden. Sterbende Patienten fanden in Krankenhäusern miserable Zustände vor.

Das Sterben vollzog sich unmenschlich und unwürdig. Deshalb gründete die englische Krankenschwester, Ärztin und Sozialarbeiterin Cicely Saunders 1967 in London das erste stationäre Hospiz St. Christopher's. Es beherbergte Sterbenskranke, die nach wissenschaftlich fundiertem Fachwissen auf dem medizinischen Sektor "Palliative Care" schmerzbehandelt wurden. Man wollte den Menschen ermöglichen in freundlicher Atmosphäre, nicht allein und schmerzfrei zu sterben.

Heute sterben ca. 70% der Bevölkerung in Krankenhäusern und Altersheimen. Da 95% aller Menschen den Wunsch äußern zu Hause sterben zu wollen, möchte die Hospizbewegung Sterbenskranken in der letzten Lebensphase diesen Wunsch erfüllen. Sie sollen nicht allein sein müssen.

Die Begleitung geschieht in der Regel ambulant, in der eigenen Wohnung, aber auch in speziell eingerichteten Zimmern in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Sie wird auch verstärkt in stationären Hospizen angeboten. So ist das Ziel der Hospizbewegung, Sterbenden Annahme und Geborgenheit zu vermitteln, zu zeigen, dass sie bis zuletzt wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sind.

Mit diesem Anspruch sind in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr Hospiz- und Palliativdienste entstanden, so auch der Hospizkreis Menden e.V. Gegründet im Herbst 1996, arbeitet er seitdem ambulant und ehrenamtlich in Menden und Fröndenberg. Von den 100 zahlenden Mitgliedern sind etwa 20 aktiv. Deren Aktivitäten verteilen sich auf die Aufgabengebiete Sterbebegleitung, Trauertreff, Öffentlichkeitsarbeit, Abschiedsfeiern für Menschen, die vom Ordnungsamt anonym bestattet werden, Kontaktdienst in der palliativen Abteilung der Paracelsus-Klinik in Hemer.

Und um über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, gibt es eine Beratung und Vernetzung der Koordinatoren der Hospiz- und Palliativdienste des Märkischen Kreises und des Hochtsauerlandkreises. Natürlich fallen auch Büroarbeiten an, die erledigt werden müssen. Um die ausführliche Beschreibung der einzelnen Aufgaben soll es auf den folgenden Seiten gehen.


Beweggründe

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